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ELITE-PROGRAMM DEFINITION


Seit 1995 wird der Titel des Elite–Hengstes im Trakehner Zuchtprogramm vergeben. Damit sollen Vererber herausgestellt und gewürdigt werden, die sich aufgrund ihrer Eigenleistung und Nachkommenleistung als klar überdurchschnittlich erwiesen haben. Die Elite-Titulierung ist sozusagen ein Siegel der Qualität, das als Titel auch in den Pferdepass eingetragen wird.

Der Elite-Begriff findet im Zuchtprogramm Anwendung bei den Vätern und Müttern. Es gibt bei den Vätern die Titel „Elite-Hengst Anwärter“ und „Elite-Hengst“ und bei den Müttern die „Elite-Stute“, die sich durch eine weit überdurchschnittliche Eigenleistung und/oder eine entsprechend positive Nachkommenleistung auszeichnet.

Seit 1995 wurden im Trakehner Verband 37 Elite-Anwärter und 44 Elite-Hengste ausgezeichnet. Und von den 37 Elite-Anwärtern sind bisher 11 Vererber zum Elite-Hengst aufgestiegen. Die Anforderungen an diese Titel sind vom Gesamtvorstand in seiner Eigenschaft als Zuchtausschuss wie folgt definiert:

Elite-Anwärter:
1. Klar überdurchschnittliche Exterieur-Zuchtwerte auf der Basis der Fohlenbeurteilungen und

2. eine ebenso überdurchschnittlich gut absolvierte Eigenleistung, wie zum Beispiel 70-Tage-Prüfung, 30-Tage-Test mit Platzierung beim Bundeschampionat, Generalausgleichsgewicht (GAG) oder erste S-Platzierungen.

Der Titel des Elite-Anwärters ist besonders für jüngere Hengste vorgesehen, die aufgrund ihrer HLP und ihrer ersten Fohlen zu größeren Hoffnungen Anlass geben. Deshalb sollte der Elite-Anwärter bei seiner Ernennung auch nicht mehr als 6 Zuchtjahre hinter sich gebracht haben. Das sollte genügend Zeit sein, um genug Fohlen zu liefern, damit eine Einschätzung der Nachzucht mit statistisch-
mathematischen Verfahren genügend Sicherheit bringt.

Elite-Hengst:
Es gibt zwei Wege zum Titel des Elite-Hengstes:

Eine deutlich positive, statistisch genügend gesicherte und über ausreichend Trakehner Pferde erbrachte Turnierleistung der Nachkommen, die anhand des Jahrbuchs Zucht und der über die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) ermittelten Zuchtwerte nachgewiesen wird.

- oder -

Eine sportliche Eigenleistung mit Platzierungen bis einschließlich Klasse S und einem deutlich positiven und genügend gesicherten Gesamtzuchtwert auf der Basis der Exterieur- Beurteilung der eingetragenen Töchter.

Der Gesamtvorstand entscheidet in seiner Eigenschaft als Zuchtausschuss jährlich über die Vergabe der Elite-Titel nach Vorschlag des Zuchtleiters. Die auszuwählenden Vererber müssen im Trakehner Hengstverteilungsplan des jeweiligen Jahres aufgeführt sein. Die neuen Elite-Anwärter und Elite-Hengste werden öffentlich bekannt gegeben. Im Jahre 2005 erhielten den Titel des Elite-Hengstes Beg xx, Münchhausen, Monteverdi und Latimer.

Das Elite-Programm des Trakehner Verbandes erhebt den Anspruch, einer Leistung gerecht zu werden, die auf optimale Art und Weise die Anforderungen von Zucht und Sport miteinander verbindet.



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